Kurzarbeit
Sicherheit in unsicheren Zeiten
Beschäftigung sichern & Kompetenzen aufbauen
In Zeiten geringerer Auslastung brauchen Unternehmen Lösungen, die kurzfristig entlasten und zugleich Perspektiven eröffnen. Kurzarbeit kann in solchen Situationen Stabilität geben:
- Teams bleiben erhalten
- Know-how bleibt im Unternehmen
- der Betrieb gewinnt Zeit, statt vorschnell Personal abbauen zu müssen
Wenn sich jedoch nicht nur die Auslastung verändert, sondern auch Prozesse, Technologien und Aufgabenprofile dauerhaft im Wandel sind, reicht reines Krisenmanagement nicht mehr aus. Dann wird Qualifizierung zum strategischen Hebel – und genau hier beginnt die Verbindung zum Qualifizierungschancengesetz und zur Weiterbildungsförderung für Beschäftigte. Die eigentliche Chance besteht darin, schwierige Phasen nicht nur zu überbrücken, sondern gezielt für Entwicklung zu nutzen.
Wann Unternehmen Kurzarbeit prüfen sollten
Kurzarbeitergeld ist an klare Voraussetzungen gebunden. Entscheidend ist ein erheblicher Arbeitsausfall mit Entgeltausfall, der auf wirtschaftliche Ursachen oder ein unabwendbares Ereignis zurückgeht, vorübergehend ist und sich nicht vermeiden lässt.
Darüber hinaus müssen im jeweiligen Kalendermonat mindestens ein Drittel der Beschäftigten im Betrieb oder in der betroffenen Betriebsabteilung einen Entgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben. Unternehmen sollten außerdem prüfen, ob zumutbare Maßnahmen infrage kommen, etwa der Abbau von Arbeitszeitguthaben oder ein vorübergehender Einsatz in anderen Bereichen.
Ebenso wichtig ist die arbeitsrechtliche und organisatorische Grundlage im Unternehmen. Betriebsvereinbarungen, tarifliche Regelungen, arbeitsvertragliche Klauseln oder Einzelvereinbarungen sollten vor der Einführung sorgfältig geprüft werden.
Der Weg zum Kurzarbeitergeld
Kurzarbeit entlastet & Qualifizierung stärkt
Besonders in Zeiten geringerer Auslastung ergibt sich häufig die Gelegenheit, Mitarbeitende gezielt weiterzuentwickeln. Die Bundesagentur für Arbeit ermöglicht Qualifizierung auch während der Kurzarbeit. Bereits begonnene Weiterbildungen müssen dabei nicht unterbrochen werden. Wichtig ist jedoch eine saubere Abstimmung der Förderung.
- Für dieselben Ausfallzeiten, für die Kurzarbeitergeld gezahlt wird, kann kein zusätzlicher Zuschuss zum Arbeitsentgelt gewährt werden. Gleichzeitig können Unternehmen sich auch dann beraten und fördern lassen, wenn sie Beschäftigte qualifizieren möchten, die gar nicht in Kurzarbeit sind.
Für Unternehmen ist das mehr als ein Nebenaspekt. Wer Zeiten reduzierter Auslastung sinnvoll nutzt, kann Fachwissen, digitale Kompetenzen und Soft Skills genau dann ausbauen, wenn im Arbeitsalltag mehr Spielraum entsteht. Aus einer bloßen Entlastungsmaßnahme wird so ein Schritt in Richtung Zukunftsfähigkeit.
Wenn aus Kurzarbeit mit dem QCG Zukunft wird
Kurzarbeit hilft dabei, Beschäftigung zu sichern und wirtschaftlich schwierige Etappen zu überbrücken. Noch wertvoller wird diese Zeit, wenn Unternehmen sie aktiv für Weiterbildung nutzen. Genau an diesem Punkt wird das Qualifizierungschancengesetz interessant. Es eröffnet die Möglichkeit, Beschäftigte gezielt weiterzubilden und notwendige Veränderungen im Unternehmen strukturiert anzugehen.
- Weiterbildung kann finanziell gefördert werden
- Beschäftigte bauen wichtige Zukunftskompetenzen auf
- Unternehmen stärken ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Qualifizierung
Wer Kurzarbeit und Weiterbildung sinnvoll zusammendenkt, nutzt eine anspruchsvollen Zeitraum nicht nur zur Stabilisierung, sondern auch zur Weiterentwicklung des Unternehmens. Deshalb lohnt es sich, Fördermöglichkeiten frühzeitig zu prüfen und sich beraten zu lassen.
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Können Mitarbeitende eine Weiterbildung auch selbst anstoßen?
Ja. Auch wenn Förderungen und organisatorische Schritte in der Regel über das Unternehmen laufen, können Beschäftigte den Impuls geben und das Gespräch über passende Qualifizierungen aktiv anstoßen.
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Eignet sich jede Weiterbildung automatisch für eine Förderung?
Nein. Ob eine Maßnahme förderfähig ist, hängt von mehreren Faktoren ab, zum Beispiel von Inhalt, Umfang, Zielsetzung und den jeweiligen Voraussetzungen im Unternehmen. Eine individuelle Prüfung ist deshalb sinnvoll.
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Welche Weiterbildungsthemen sind für Unternehmen aktuell besonders relevant?
Das hängt immer vom konkreten Bedarf ab. Besonders häufig gefragt sind Qualifizierungen in Bereichen wie Digitalisierung, KI, CAD, IT, Projektmanagement, Kommunikation und Führung.
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Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Beratungsgespräch?
Am besten frühzeitig. Wer Weiterbildungsbedarf und mögliche Förderwege rechtzeitig prüft, kann Maßnahmen besser planen und sinnvoll in bestehende Abläufe integrieren.
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Wie finden Unternehmen die passende Weiterbildung für ihre Teams?
Der sinnvollste Weg ist, zuerst den konkreten Qualifizierungsbedarf zu klären: Welche Kompetenzen fehlen heute, welche werden künftig wichtiger und welche Mitarbeitenden oder Teams sollen gezielt weiterentwickelt werden? Auf dieser Basis lassen sich passende Formate und Inhalte deutlich besser auswählen.
